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Persönlichkeiten der Gosauer Geschichte

Georg Huebmer: Der Raxkönig (1755-1833)

Selbstbewußter Protestant, kreativer Erfinder und Auswanderer in der Zeit des Geheimprotestantismus, Gründer der Gemeinde NasswaldGeboren am 11. April 1755 im Rieplhause Nr. 8 in Gosau. Der junge Georg Hubmer und sein etwas älterer Bruder Johann wurden Holzknechte wie alle ihre Väter und Vorfahren .Das übervölkerte Tal bot für die wachsende Bevölkerung wenig Arbeitsmöglichkeiten, so dass immer wieder ein Schub von jungen Holzknechten hinauszog, um Arbeit und Verdienst zu suchen und ein Eigenheim zu erwerben.In Nasswald fanden sie, was sie suchten: einen Urwald mit Arbeit für viele Jahre und damit eine Siedlungsmöglichkeit für viele evangelische Holzknechte aus dem Salzkammergut, Schladming, und dem benachbarten Mitterbach. Das Waldgebiet gehörte dem Grafen Hoyos. Das Holz wurde für das Eisenwerk in Hirschwang geschlagen und gerichtet. Es bestand keine Möglichkeit , die Scheiter durch das Höllental nach Hirschwang zu liefern.

Die Brüder Hubmer vollbrachten das unmöglich Scheinende, nämlich das Holz nach mühsamen Vorarbeiten im nächsten Frühjahr durch genial und zweckmäßig konstruierte Schwemmkanäle herauszuschwemmen. Aufgrund ihrer erwiesenen Talente und ihres Fleißes, ernannte Josef II die Gebrüder Hubmer zu seinen kaiserlichen Holz- und Schwemmmeistern und ihre Mitarbeiter zu kaiserlichen Holzknechten.

Durch Zuzug entstand allmählich im Naßwald eine ganze Kolonie von evangelischen Holzknechten, die durch Georg Huebmer wirtschaftlich und religiös zusammengehalten wurde. An den Sonntagen hielt Georg Huebmer den Gottesdienst. Im Jahre 1800 ,wurde wegen der wachsenden Schülerzahl eine Schule errichtet und ein Lehrer angestellt.

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Als der Holzreichtum im Naßwald zu Ende ging, vollbrachte G. Huebmer sein Meisterwerk: Er ließ durch seine Holzknechte am Gscheidl einen 227 Klafter langen Stollen durch den Gebirgskamm schlagen, durch den er das Holz aus der Steiermark nach Naßwald hinüberflößte. Bevor er starb, ließ er in Naßwald ein evangelisches Bethaus erbauen. Obwohl damals noch verboten, bekam es runde Kirchenfenster, was sogar der Kaiser tolerieren musste (Hubmer" Und die Fenster beliben rund!"). G. Hubmer starb 78jährig am 21.März 1833.
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